Vom Säugling zum Kleinkind – Meilensteine beim Groß werden

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Jedes Jahr kommen in Deutschland hunderttausende Kinder zur Welt. Für Eltern ist der Moment der Geburt ein besonderes, sehr intimes Erlebnis. Geprägt von Staunen und der Freude über den Nachwuchs, machen sich Eltern natürlich auch Gedanken, ob sie der Verantwortung gewachsen sind. Gerade wenn es um das erste Kind geht, sind diese „Gewissensbisse“ verbreitet. Dabei wird der volle Umfang der Verantwortung – und der Herausforderungen – erst nach und nach sichtbar.

Kurz nach der Geburt ist jeder Tag außergewöhnlich und hält etwas Besonderes bereit. Für frischgebackene Eltern beginnt eine Reise, auf der sie ihr Kind begleiten. Und ihm dabei förmlich zuschauen können, wie es immer mehr die Welt um sich herum entdeckt. Erst noch wenig zielgerichtet, wird sich bald der Verdacht einschleichen, dass der Nachwuchs schon vor dem ersten Geburtstag sehr genau weiß, wie er etwas bekommt. Die Entwicklung verläuft dabei nicht unbedingt im gleichen Tempo und fließend. Oft machen Säuglinge bzw. Kleinkinder regelrechte Sprünge – und verblüffen damit ihre Eltern.

Die Entdeckung der Sinne

2017 wurden in Deutschland 785.000 Kinder geboren. Direkt nach der Geburt sind Säuglinge unbeholfen und wirken fast schon zerbrechlich. Frischgebackene Eltern reagieren daher nicht selten unbeholfen und sind froh über die Hilfe in der Geburtsklinik oder wenn ihnen die eigenen Eltern unter die Arme greifen.

In den ersten Wochen nach der Geburt scheint sich alles auf:

  • Schreien
  • Trinken
  • Schlafen

zu beschränken. Dabei sind Babys durchaus schon in der Lage, ihre Umgebung wahrzunehmen. Dass Sehen ist zwar noch nicht sehr gut entwickelt. Dafür riechen Säuglinge relativ gut. Und auch die Neugeborenen Reflexe sind gut entwickelt.

Nach dem ersten Monat ist dann meist schon recht gut zu erkennen, wie sich zum Beispiel das Sehen verbessert hat. Viele Babys beginnen auch schon damit, den Kopf für einige Sekunden allein zu halten. In den folgenden Wochen verbessern sich gerade die motorischen Fähigkeiten sehr stark. Babys entdecken das Zugreifen, verfolgen Personen mit den Augen und ahmen irgendwann auch die Mimik nach. Viele Eltern werden den Moment des ersten Lächelns lange in Erinnerung behalten.

Sehr weit in ihrer Entwicklung fortgeschrittene Babys entdecken bereits zeitig, wozu sich die Arme einsetzen lassen. Sprich: Ein Teil der Säuglinge versucht sich schon nach gut acht Wochen auf die Arme zu stützen.

Die Entdeckung der Mobilität

Im vierten und fünften Monat sind die motorischen Fähigkeiten von Babys schon recht weit fortgeschritten. Mit den Händen und Fingern wird gespielt und die Welt mit dem Mund immer mehr entdeckt. Auch das Hören und Sehen klappt inzwischen sehr gut. Es lassen sich auch erste Anzeichen entdecken, dass die Mobilität stärker in den Mittelpunkt rückt. Babys beginnen sich von einer Seite auf die andere zu drehen. Teils gelingt es ihnen schon jetzt, vom Rücken auf den Bauch zu kommen.

Dabei werden Eltern feststellen, dass auch die Beinchen immer aktiver werden – auch wenn noch nicht zielgerichtet. Langsam aber sicher kommt der Moment, an dem sich Gedanken zur Sicherheit gemacht werden sollten.

Dies betrifft unter anderem:

  • Maßnahmen gegen das Herunterfallen von der Wickelkommode
  • Absicherung von Steckdosen
  • Absichern loser Kabel
  • Wegräumen von Gegenständen in „Reichweite“ der Babys.

Etwa zwischen dem 6. bis 7. Monat nach der Geburt sind viele Babys soweit, dass sie krabbeln und nicht mehr auf das Umhertragen der Eltern angewiesen sind. Spätestens jetzt beginnt eine stressige Zeit.

Gegenstände in Reichweite der Kinder werden erkundet (auch mit dem Mund). Nach einigen weiteren Wochen ziehen sich Babys zum ersten Mal an Gegenständen (Schränken oder Couch) hoch und machen Stehversuche. Eltern sind gut beraten, den Nachwuchs jetzt im Auge zu behalten – und vielleicht an ein Laufgitter zu denken.

Die Entdeckung der Nahrung

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Eltern, die ihre Babys aufmerksam beobachten, werden etwa um den fünften bis sechsten Monat herum beobachten, wie die beim Essen die Eltern fixieren. Essen fester Nahrung – im Fall eines Babys natürlich Brei – wird zunehmend interessanter.

Tipp: Vor diesem Zeitraum sind die Babys motorisch meist noch nicht in der Lage, um von Milch auf Beikost umgestellt zu werden.

Wann exakt zum ersten Mal Brei gefüttert wird, variiert natürlich von Baby zu Baby. Allerdings lautet die Faustregel, dass zwischen dem 5. – 7. Monat damit begonnen wird. Die ersten Mahlzeiten sollten jene sein, an denen der Nachwuchs tendenziell gute Laune hat, was wahrscheinlich die Mittagszeit sein wird. Oft braucht es erst einige Versuche, bis es klappt.

Da die Umstellung auf Beikost auch für den Darm eine Herausforderung ist, wird allgemein mit Gemüse begonnen. Später kommt Fleisch in verschiedenen Formen dazu. Wichtig: Auch wenn es ein aktueller Trend ist – vegane Ernährung für Babys ist äußerst umstritten.

Die Entdeckung der Sprache

Die Entdeckung der Sprache ist meist einer der letzten Entwicklungsschritte. Hierfür sind entsprechende geistige und motorische Fähigkeiten erforderlich. Eltern beobachten schon Wochen vor dem 1. Geburtstag, dass Babys (inzwischen fast schon Kleinkinder) brabbeln. Bis wirklich Worte artikuliert werden, kann es über das 1. Lebensjahr hinaus dauern. Meist beginnt sich ab 18 Monaten der Sprachschatz immer weiter zu entwickeln und es können Wortgruppen benutzt werden. Zwischen dem 2. – 3. Lebensjahr schreitet die sprachliche Entwicklung so weit fort, dass ganze Sätze gesprochen werden.

Fazit: Babys entwickeln sich rasant

Mit der Geburt eines Kindes sehen sich Eltern großer Verantwortung gegenüber. Und erleben eine Zeit, die voller schöner Momente steckt, in der gelacht wird und viele Nächte durchwacht werden. Das erste Lebensjahr der Babys ist ereignisreich und aufregend. Der Nachwuchs entwickelt sich rasant und scheint jede Woche etwas Neues zu können. Besonders das erste Lachen, die ersten Schritte und das erste „Mama“ sowie „Papa“ werden in Erinnerung bleiben.

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