Schöne Familienfotos: ein Interview mit Susanne Werding

(c) Susanne Werding

Auf der Suche nach schönen und authentischen Familienfotos sind wir vor einiger Zeit auf Susanne Werding gestoßen. Ich habe mich sofort in ihre Bilder verliebt, denn Susanne schafft es, nicht nur schöne Fotos zu schießen, sondern besondere Momente einzufangen und ihnen Authentizität und Emotionalität zu verleihen, ohne künstlich zu wirken.

Dementsprechend freue ich mich sehr, dass sie sich Zeit für ein kurzes Interview genommen hat.

Liebe Susanne, du hast mit der Studiofotografie angefangen. Wie bist du zur Familienfotografie gekommen?

Ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass mir das doch eher statische Posing im Studio – gerade mit Kindern – nicht so sehr liegt. Wahrscheinlich hat es meiner Sicht auch noch einmal verändert, dass ich selber zwei kleine Mädchen habe. Und dadurch ein anderes Gefühl dafür, welche Bilder uns als Familie am Herzen liegen. Das sind eher keine Motive, bei denen wir perfekt ausgeleuchtet in einer Kulisse sitzen. Sondern Bilder, die uns in unserem Miteinander zeigen und unsere unterschiedlichen Charaktere einfangen.

 

(c) Susanne Werding

Was fasziniert dich besonders an dieser Arbeit und wie ist deine Herangehensweise, wenn du Familien und kleine Kinder fotografierst?

Ich finde es wunderschön, in dieser doch relativ kurzen Zeit, die ein Shooting dauert, Familien so intensiv kennenlernen und ein Gespür für sie bekommen zu können. Ich versuche, eine gute Mischung aus „einfach machen lassen“ und Hilfestellungen zu finden.

Du schreibst auf deiner Website, du möchtest Familien in ihren innigsten Momenten, ungestellt, zeigen. Wie erzeugst du diese besonderen Momente?

Da hast du mich erwischt. Ganz und gar ungestellt sind tatsächlich nur rein dokumentarische Familienreportagen. Dabei werden Familien in ihrem Alltag begleitet, der Fotograf ist nur Beobachter. Ich mache aber Lifestyle-Reportagen und würde die Herangehensweise als „angeleitet ungestellt“ beschrieben. Das bedeutet, dass ich die Familienmitglieder dazu animiere, miteinander zu agieren. Das funktioniert gut mit kleinen Spielen, Anregungen zum Kuscheln oder Toben oder auch Fragen, die die Familie ins Gespräch miteinander bringt – je nach Situation.

(c) Susanne Werding

Wie bereitest du dich auf Shootings vor?

Außer der Vorbereitung der Technik bereite ich mir immer einen groben Ablaufplan im Kopf vor – der aber während des Shootings auch jederzeit über den Haufen geworfen werden kann. Flexibilität ist wohl das wichtigste Stichwort, wenn es um das Fotografieren von (kleinen) Kindern geht.

Gibt es einen schönen oder lustigen Moment bei einem Shooting, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Es gibt immer Shootings, die einem noch mal ganz speziell in Erinnerung bleiben. Wie zum Beispiel, als ich den kleinen Quincy und seine Familie an seinem ersten Geburtstag fotografieren durfte. Da der kleine Kämpfer als Frühchen einen schwierigen Start ins Leben hatte, war der Jahrestag für die Eltern – und für mich – besonders emotional.
Ich mag es auch ganz besonders, wenn ich mit den Familien etwas „machen darf“, wozu sie eine gefühlsmäßige Verbindung haben. Zum Beispiel die Abschiedsbilder für eine Expat-Familie, die von Düsseldorf zurück in die USA gezogen ist. Auf einem Spaziergang haben sie mir ihre Lieblingsplätze in Kaiserswerth gezeigt – da entstehen Emotionen quasi von alleine.

Welche Tricks helfen garantiert, um das Beste aus den kleinen Models herauszuholen?

Immer entspannt bleiben und bloß keinen Druck erzeugen. Sonst braucht es eigentlich keine Tricks. Ausser vielleicht, dass ich mich durchaus auch gerne zum Affen mache, viel du die Gegend hüpfe und nach fast jedem Shooting schmutzig aber glücklich nach Hause komme.

Wie kann man am besten mit dir in Kontakt treten, wenn man dich als Fotografin anfragen möchte?

Am liebsten ist es mir, wenn man sich erst mal in Ruhe auf meiner Website umschaut, um sicherzugehen, dass einem der Bildstil wirklich liegt. Wer beispielsweise nach klassischen Newbornbildern mit besonderen Outfits und Posing sucht, wird bei mir nicht fündig. Wenn ihr aber das Gefühl habt, dass meine Bilder euer Herz ansprechen, könnt ihr euch einfach über mein Kontaktformular www.susannewerding.com/kontakt/ oder telefonisch bei mir melden.

Vielen Dank für das Interview, liebe Susanne.

Wer nun mehr Informationen haben möchte, sollte sich auf jeden Fall ihre Webseite und ihren Instagram-Kanal abonnieren.

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